pia, 1.3.2012 – Wir haben einen Beirat aus engagierten und kompetenten Persönlichkeiten unterschiedlichster Bereiche zum Wohle der Entwicklung der Frankfurter Industrie und damit des Wirtschaftsstandorts Frankfurt am Main gebildet”, berichtet Stadtrat Markus Frank, nachdem sich der Beirat für den Masterplan Industrie in seiner Sitzung am 29. Februar konstituiert hat. Der Beirat setzt sich aus hochrangigen Vertretern aus Industrieunternehmen, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Unternehmerverbänden, Gewerkschaften, Stadtplanung, Regionalverband sowie Hochschulen zusammen und hat in seiner gestrigen Sitzung den Prozess vorstrukturiert.

Der Beirat wird das Projekt begleiten und die einzelnen Projektphasen mit seiner Expertise unterstützen. Das von der Wirtschaftsförderung erarbeitete Rahmenkonzept für den industriepolitischen Masterplan sieht vor, dass in einem ersten Schritt eine Bestandsaufnahme und die Analyse der industriellen Strukturen in Frankfurt am Main und eine Einschätzung der Entwicklungsperspektiven erfolgen. Darauf sollen die räumlich-funktionale Planung als Kernstück des Masterplans und die Formulierung weiterer industriepolitischer Handlungsfelder aufbauen. Insgesamt wird für diesen Prozess ein Zeitbedarf von 18 Monaten geschätzt. Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main kann bei der Neuordnung der Industriepolitik auf vorhergehende Arbeiten anknüpfen. Seit der Verabschiedung des Industriepolitischen Leitbildes vor 18 Jahren hat der Magistrat ein Bündel an Maßnahmen zur Umsetzung ergriffen, um den Industriestandort zu stärken. Die Gründung des Frankfurter Innovationszentrums Biotechnologie, das Cluster Integrierte Bioindustrie (CIB) Frankfurt, der Digital Hub und die Ausweisung des Gewerbegebietes Am Martinszehnten sowie eine Reihe weiterer Projekte entstanden daraus.

Im Koalitionsvertrag der Jahre 2011-2016 wurde festgelegt, das bestehende Industriepolitische Leitbild weiterzuentwickeln und einen industriepolitischen Masterplan zu erstellen. Diese Zielsetzung wurde in der Ständigen Wirtschafts- und Arbeitsmarktkonferenz der Oberbürgermeisterin mit einer gemeinsamen Erklärung zum Industriestandort bekräftigt. Der Magistrat sei entschlossen, so Wirtschaftsdezernent Markus Frank, das Industriethema offensiv anzugehen und die industrielle Produktion und Weiterentwicklung nach besten Kräften zu bewahren und zu stärken. Die Bildung des Beirats bildet einen wichtigen Baustein für die Umsetzung dieser Aufgabe. Die lebhafte Diskussion in der Beiratssitzung zeigte über das Rahmenkonzept hinausgehende Ziele der gemeinsamen Arbeit, wie die Stabilisierung vorhandener industrieller Kerne, das Synchronisieren von unterschiedlichen Interessen, das Schaffen von interdisziplinären Netzwerkstrukturen und Bedingungen zur Stärkung von Innovationen.

Die von den Beiratsmitgliedern vorgetragenen Positionen werden nun in das Rahmenkonzept der Wirtschaftsförderung Frankfurt am Main GmbH integriert. Die nächste Sitzung des Beirats soll Ende April / Anfang Mai stattfinden.


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