#fa#Regionaler und internationaler Einsatz für die Mainmetropole#fe#

Frankfurt am Main, 02. März 2001. Die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH widmete sich auch im Jahr 2000 ihrem übergeordneten Ziel, die Stadt Frankfurt als Wirtschaftsstandort zu stärken. Die Aufgabenfelder der 41 Mitarbeiter zählenden Gesellschaft lassen sich dabei in zwei zentrale Bereiche unterteilen:

#la#Die Wirtschaftsförderung übernimmt eine wesentliche Rolle als Vermittler zwischen Wirtschaft, Institutionen der Stadt und der Öffentlichkeit.
#*#Sie entwickelt, berät und betreut einzelne, für die wirtschaftliche Entwicklung Frankfurts wichtige Branchen, sogenannte “Cluster”, wie zum Beispiel Biotechnologie oder Software.
#le#
Das Tätigkeitsspektrum reicht von der Begehung einzelner Frankfurter Stadtteile bis hin zur weltweiten Präsentation der Stadt.

#fa#Ansprechpartner in der Region#fe#
Die intensive Pflege und die fachliche Betreuung von kleinen und mittelständigen Unternehmen spielten auch im Jahr 2000 eine bedeutende Rolle. Besonders der enge Kontakt und die Nähe zu den einheimischen Firmen standen dabei im Vordergrund, um die struktur- und beschäftigungspolitische Entwicklung der Region voranzutreiben.

#la#Stadtteilbegehungen:
Mit den ausführlichen Besuchen der Stadtteile Seckbach/Riederwald und Nordend setzten die Wirtschaftsförderung und die Wirtschaftsdezernenten der Stadt die bewährte Tradition der Stadtteilbegehungen fort. Bei der insgesamt sehr erfolgreichen Visite von zehn Unternehmen in Seckbach wurde die Verkehrssituation als Hauptproblem erörtert und diskutiert. Auch im Nordend stand die Verkehrs- und Parkproblematik im Vordergrund, insgesamt wurde dieser Stadtteil jedoch als sehr stabil und florierend erlebt.
#*#Gewerbeberatung:
Die 1998 ursprünglich als Pilotprojekt gestartete “Stadtteilbezogene Gewerbeberatung” hat sich zu einer festen Institution etabliert. So war es nicht verwunderlich, dass die Wirtschaftsförderung neben der Außenstelle in Fechenheim dieses Serviceangebot auch für die westlichen Vororte und Stadtteile in Höchst einrichtete. Seit der Eröffnung am 19. Juli 2000 nehmen die Mitarbeiter der Außenstelle Höchst nun die Sorgen und Nöte der dortigen Betriebe auf und klären diese umgehend mit den städtischen Ämtern und Behörden ab. (weitere Informationen siehe Pressetext “Unbürokratische Hilfe der Wirtschaftsförderung vor Ort”)
#*#Kompass – Zentrum für Existenzgründungen:
Am 7. September 2000 eröffneten Oberbürgermeisterin Petra Roth und Bernhard Jagoda, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, das neue Frankfurter Zentrum für Existenzgründungen: Kompass. Der auf dem ehemaligen Jadegelände gelegene Komplex ist ein Schulungs- und Qualifizierungszentrum mit angegliedertem Gründer- bzw. Startup-Teil. Ziel des Projektes ist es, Hochschulabsolventen, Studienabbrecher und von Arbeitslosigkeit betroffene oder bedrohte Menschen auf den Weg in die berufliche Selbstständigkeit zu bringen. Kompass bietet Kapazität für 30 “Übungsfirmen”, in denen sich Gründer für den Aufbau und die Leitung eines Betriebes unter realen Bedingungen qualifizieren und die Möglichkeit haben, ihre Geschäftsidee zu testen.
Zur Zeit sind 24 Teilnehmer dabei, ihre Gründungsidee in den Übungsfirmen zu erproben. Nach sechs Monaten müssen sich die Kandidaten ausgründen und werden dann rechtlich selbstständige Unternehmen. Das Kompass-Management erwartet, dass etwa zwei Drittel der Teilnehmer sich nach der Markterprobungsphase ausgründen werden. Den frischen Unternehmern werden, ebenso wie externen Gründern, Räumlichkeiten im benachbarten Startup-Zentrum angeboten. Acht von insgesamt 14 Räumen für externe Gründer waren Ende Dezember 2000 bereits vermietet.
#*#Betriebe investieren in Qualifizierung (BIQ):
Das Projekt “Betriebe investieren in Qualifizierung” (BIQ) wurde auch 2000 erfolgreich fortgeführt. Für das Berufssegment Gesundheit und Pflege entwickelte die Wirtschaftsförderung das Modellprojekt “Deutschkurse in der Altenpflege”; insgesamt 76 Personen nahmen an dieser Schulung teil. Weiterhin veranstaltete die Wirtschaftsförderung das erste Branchengespräch in Form einer Unternehmenskonferenz des Handwerks unter dem Titel “Elektro- und Metallhandwerk: Zulieferer, Subunternehmer – unternehmensnahe Dienstleister”. Weitere Modellprojekte wie z. B. “Fachbezogenes Schreiben” oder “Dienstleistungs-Marketing und Personalentwicklung” ergänzten das umfangreiche Programm des BIQ. In Zukunft soll das Seminarangebot durch Zusammenarbeit mit Weiterbildungsanbietern und Betrieben noch praxisnäher und bedarfsgerechter gestaltet werden.
#*#Frankfurter Gründerpreis:
Der Frankfurter Gründerpreis ist eine Gemeinschaftsinitiative der Wirtschaftsförderung Frankfurt und des Frankfurter Modells für Existenzgründungen, das von der Fachhochschule Frankfurt, der Frankfurter Sparkasse und der Gerling Finanz- und Vorsorgemanagement GmbH getragen wird. Der Wettbewerb zeichnet die sieben besten Neugründungen des Zeitraumes 15. November 1999 bis 15. November 2000 aus. Der Gründerpreis soll junge Unternehmen der Region unterstützen und zugleich Mut zur Selbstständigkeit machen. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Frankfurter Gründertage am 14. Mai durch Stadtrat Edwin Schwarz statt.
#*#Ständige Wirtschafts- und Arbeitsmarktkonferenz (SWAK):
In insgesamt drei Sitzungen erörterten und referierten die Mitglieder des Arbeitsauschusses SWAK die Themen Existenzgründerzentrum (Kompass), Sanierung der S-Bahnhöfe, Frankfurter Gründerpreis, Denkfabrik und Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie (FIZ).
#le#
#fa#Intensive Betreuung von strategischen Zukunftsbranchen#fe#
Im Rahmen des weitgespannten Tätigkeitsbereiches verfolgte die Wirtschaftsförderung auch im Jahr 2000 weltweite Wirtschaftstrends und legte dabei ein besonderes Gewicht auf die Entwicklung und Betreuung ausgewählter, für die wirtschaftliche Attraktivität des Standortes wichtiger Branchen (sogenannte Cluster). Die Betreuung der Branchen Software und Biotechnologie stand auch im Jahr 2000 wieder im Vordergrund (weitere Informationen siehe Pressetexte “Standortbedingungen für Biotechnologie in Frankfurt deutlich verbessert” und “Immer mehr indische Software-Unternehmen in Frankfurt”), dennoch blickt die Wirtschaftsförderung auf einen breiten Fächer definierter Arbeitsschwerpunkte zurück.

#la#Finanzplatz Frankfurt:
Mit einem Bündel an Maßnahmen begleitete die Wirtschaftsförderung auch im Jahr 2000 die Entwicklung des Finanzplatzes Frankfurt. Bereits zum zwölften Mal folgten am 14. März 2000 rund 160 namhafte Vertreter der Finanzwelt der Einladung zum Internationalen Bankenabend in den Kaisersaal. Zu den traditionellen Veranstaltungen der Wirtschaftsförderung zählt auch der am 17. November 2000 zum zehnten Mal durchgeführte European Banking Congress, der gemeinsam mit Commerzbank, Deutscher Bank und Dresdner Bank organisiert wurde: 800 hochkarätige Gäste machten deutlich, wie sehr dieser Event zu einer der wichtigsten Finanzveranstaltungen in Europa geworden ist. Auch die Börsen-Zeitung hat in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung eine Sonderbeilage zum Finanzplatz herausgegeben. Nachdem die deutsche Ausgabe am 25. März 2000 erschienen war, publizierte die Börsen Zeitung auf Anregung der Wirtschaftsförderung diese Beilage am 18. Mai 2000 auch auf Englisch. Zu diesem Anlass luden die beiden Partner im Rahmen “Frankfurt meets New York” zu einem Empfang in New York ein.
#*#Telekommunikation:
Unter dem Titel “Europportunities for Telecom Success” organisierte die Wirtschaftsförderung Frankfurt im Mai 2000 in Washington D.C. bereits zum zweiten Mal ein hochrangig besetztes Seminar, bei dem sich etwa ein Dutzend Vertreter von führenden Frankfurter Telekommunikations- und E-Business-Unternehmen vor interessierten amerikanischen Investoren präsentierten. Frankfurt hat sich seit 1994 durch gezielte Förderung zum Standort mit den meisten Telekom-City-Netzen und zum größten Internetknoten auf dem Kontinent entwickelt. In Folge des ersten Seminars hatten sich fünf Unternehmen innerhalb von zwei Jahren in Frankfurt angesiedelt. Auch von den elf in diesem Jahr intensiv beratenen Firmen hat sich bereits eines für den Standort Frankfurt entschieden.
Darüber hinaus nahm die Wirtschaftsförderung während ihrer Kalifornien Scouting-Reise die Einladung des renommierten World Internet Center an der Stanford-University in Palo Alto an und stellte dort den Telekom- und IT-Standort Frankfurt etwa 100 Firmenvertretern des Silicon Valley vor.
Durch die Initiative der Wirtschaftsförderung konnte Oberbürgermeisterin Petra Roth zudem die Möglichkeit nutzen, am World Competitive Cities Congress am 18. Mai 2000 in der Weltbank in Washington teilzunehmen. Vor etwa 500 Bürgermeistern und Experten aus aller Welt präsentierte sie Frankfurt als wichtigsten europäischen Standort der Telekommunikation und berichtete über die erfolgreiche Frankfurter Politik zur Förderung des Wettbewerbs in der Telekommunikationswirtschaft.
#*#Immobilienwirtschaft:
Zu den regelmäßigen Aktivitäten der Wirtschaftsförderung gehören die auf den Immobiliensektor ausgerichteten Immobilienfachgespräche. Durchschnittlich 65 bis 70 Fachleute nahmen an den drei Veranstaltungen des Jahres 2000 teil. Themen dieser Fachgespräche waren “New Work Place – neue Konzepte zur Büroflächenbewirtschaftung”, die Frankfurter Galopp-Rennbahn in Sachsenhausen und “Neue Immobilienplattformen im Internet”. Beim dritten Seminar zum Immobilienstandort Frankfurt am 6. Dezember 2000 nutzten gleich 180 Fachleute die Chance, sich über aktuelle Strukturen und Trends zu informieren. Neben dem Themenschwerpunkt Einzelhandel – zu dem Stadtrat Schwarz vor dem Hintergrund des Zeilwettbewerbs Perspektiven für die Frankfurter Innenstadt aufzeigte – waren die wachsende Verbreitung des E-Commerce, die aktuelle Entwicklung des Industrieparks Höchst sowie die Nutzungsperspektiven bei Grundstücken mit Altlasten weitere Themen.
Gemeinsam mit 15 Unternehmen der Immobilienbranche präsentierte die Wirtschaftsförderung den Standort Frankfurt am Main auf der größten europäischen Immobilienmesse MIPIM vom 8. bis zum 11. März 2000 in Cannes. Ebenfalls mit mehreren Partnern trat die Wirtschaftsförderung auch auf der Expo Real, der wichtigsten Immobilienmesse im deutschsprachigen Raum, in München auf. Vom 4. bis zum 6. Oktober 2000 präsentierten sie den Standort Frankfurt vor 620 Ausstellern und 8000 Fachbesuchern unter dem Slogan “Frankfurt – The Euro-City”.
#*#Kommunikationswirtschaft:
Das vierte Gala-Dinner “Frankfurt meets New York” stand dieses Mal unter dem Motto “Literatur und Verlage” und fand am 14. November 2000 in der 65. Etage des Rockefeller Centers in New York statt. Erstmalig war anlässlich des Dinners auch eine Folge von Veranstaltungen zum Thema organisiert worden.
Am 26. September 2000 fand zum 14. Mal das Traditionsfrühstück des Frankfurter Forum für Kommunikation (FFK) statt. Die Pagode der Galopprennbahn in Frankfurt-Niederrad diente den Fachleuten der Kommunikationsbranche als Veranstaltungsort. Ebenso traditionell wurde die FFK-Bar “Between” fortgesetzt. Nachdem Prominente der Kommunikationsszene Anfang 2000 noch in der Schirn mixten, zog die Bar nach einem ersten Zwischenstopp im Alten Zollhaus endgültig in das “Glashaus” in der siebten Etage der Zeilgalerie ein. Seit dem Umzug wird von einem Teil der Erlöse der Verein Kinderhilfestiftung e.V. Frankfurt am Main unterstützt.
Ebenfalls finanzielle Unterstützung leistete die Wirtschaftsförderung bei der Realisierung des Film- und Medienhandbuches Hessen 2000/2001. Das Branchenbuch mit 2000 Adresseinträgen aus der Kommunikations-, Film- und Medienbranche wurde anlässlich der Pressekonferenz “Drehort Frankfurt” präsentiert, bei der die Teilnehmer die starke Entwicklung des Medien- und Filmstandortes Frankfurt diskutierten.
#*#Industrie:
Am 21. November 2000 trafen sich zum sechsten Mal Vertreter der Frankfurter Industrie zum traditionellen Industrieabend im Römer. Die Teilnehmer fokussierten die Gespräche auf junge Unternehmen aus den Bereichen IT, E-Commerce und Biotechnologie, die gezielt zu dieser Veranstaltung eingeladen wurden.
#le#
Trotz des vielfältigen Aufgabenspektrums in Wirtschaft und Industrie ist sich die Wirtschaftsförderung Frankfurt aber auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in der Region bewusst. Wie jedes Jahr zu Weihnachten startete sie auch in 2000 die Aktion “Weihnachtsgeschenke für Frankfurter Kinder”: Nunmehr zum fünften Mal sammelte sie Wunschzettel von Kindern aus sozial benachteiligten Familien und befestigte diese an Weihnachtsbäumen. Die so präparierten Bäume wurden an öffentlich bekannten Plätzen aufgestellt. Jeder Frankfurter Bürger und Besucher konnte sich dort der besonderen Weihnachtspost annehmen und den Wunsch des jeweiligen Kindes erfüllen. Die Mühe wurde mit dem wohl schönsten Geschenk belohnt: Das Lächeln von rund 1.600 Kindern beendete ein erfolgreiches Jahr 2000.

#fa#Daten zum Berichtszeitraum#fe#

Zahl der aktiven Mitarbeiter (Stand: 31.12.00 incl. ABM): 41

#fa#Firmenbetreuung#fe#
Beratung: 319
abgeschlossene Fälle: 65
betroffende Arbeitsplätze: 268

#fa#Beratung ausländischer Firmen in Frankfurt#fe#
Beratung: 194
abgeschlossene Fälle: 164
betroffende Arbeitsplätze: 100

#fa#Beratung ansiedlungsinteressierter Firmen#fe#
Beratung: 263
abgeschlossene Fälle: 55
betroffende Arbeitsplätze: 314

#fa#Beratung Gewerbeberater#fe#
Beratung: 661
abgeschlossene Fälle: 383
betroffende Arbeitsplätze: 96

Betreute Delegationen: 33
schriftlich zu beantwortende Anfragen zum Standort: 448
schriftlich zu beantwortende Anfragen zu Existenzgründung und Förderung: 152
Antwort-/Rede-Entwürfe/Stellungnahmen/Anfragen: 201

Sitzung des Arbeitsausschusses der SWAK: 3
Immobilien-Fachgespräche: 4
Gespräche Geschäftsführung IHK/Wifö: 5

#la#Bankenabend
#*#IT-Colloquium EUROPOLIS 21
#*#MIPIM
#*#Tourismusabend
#*#Abend der Telekommunikation
#*#50 Jahre Deutsch-Amerikanischer Austausch
#*#Bezirkstierschau Bergen- Enkheim
#*#Fundraising Bio Profile
#*#European Banking Congress
#*#Immobilienseminar
#*#Frankfurt meets New York
#*#Industrieabend
#*#Französischer New Comer Abend
#le#

#fa#Schwerpunktthema Biotechnologie#fe#

#fa#Standortbedingungen für Biotechnologie in Frankfurt deutlich verbessert#fe#
Die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH hat auch im vergangenen Jahr den Entwicklungsschwerpunkt Biotechnologie intensiv verfolgt und erfolgreich ausgebaut. Neben den besonderen wirtschaftlichen Perspektiven dieser Technologie sprechen auch die guten Ausgangsbedingungen im Frankfurter Raum für das Engagement. So sind in der Region über 240 Biotechnologie-Unternehmen im weiteren Sinne und über 70 Kernunternehmen ansässig.

#fa#Einrichtung eines Frankfurter Innovationszentrums Biotechnologie#fe#
Um die Zukunftsindustrie innerhalb der Region weiter zu fördern, hat die Wirtschaftsförderung die Projektbetreuung bei der Errichtung eines Frankfurter Innovationszentrums Biotechnologie (FIZ) übernommen. Das FIZ soll sich auf junge Biotechnologie-Unternehmen, Neugründung und Kooperationsunternehmen von Wissenschaft und Wirtschaft konzentrieren. Eine Machbarkeitsstudie der Fraunhofer Management Gesellschaft ergab, dass die Bedingungen dafür in Frankfurt besonders gut sind: Die Forschungskapazitäten der Universität Frankfurt auf dem Gebiet der biologischen Strukturforschung und der Bio-Informatik bieten demnach am Standort Niederurseler Hang eine in Deutschland einzigartige Kompetenz und zählen weltweit zu den zehn besten Einrichtungen dieser Art. Der Erhebung zufolge besitzt Frankfurt einen Vorsprung gegenüber anderen Standorten von etwa fünf Jahren.

#fa#Besseres Biotech-Image für die Region#fe#
Das Innovationszentrum alleine reicht nach Ansicht von Dr. Hartmut Schwesinger, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, nicht aus, um ein stärkeres Biotech-Image für den Standort Frankfurt zu bilden. Deshalb wurde im vergangenen Juli parallel die “Biotechnologie Allianz Frankfurt/Rhein-Main” gegründet. Zu den Mitgliedern, die sich für eine regionale Lobbying-Kampagne einsetzt, gehören neben der Wirtschaftsförderung Frankfurt namhafte Unternehmen, die IHK, die hessische Technologiestiftung sowie hochrangige Vertreter der Wissenschaft.

#fa#Life Science Konferenz in San Diego#fe#
Zwischen dem 29. und 31. Oktober organisierte die Wirtschaftsförderung Frankfurt die Teilnahme dieser Frankfurter Biotechnologie Allianz auf dem renommierten Calbio Summit 2000 in San Diego. An dem gemeinsamen Auftritt beteiligten sich Vertreter von Aventis Research & Technologies, dem Industriepark InfraServ Höchst, der Future Capital AG, der Tradeport Frankfurt GmbH sowie der Boyden International GmbH. Die südlichste Stadt Kaliforniens gilt nach Boston als wichtigster Biotech-Cluster in den USA. Die starke Frankfurter Präsenz durch einen prominenten Messestand und wirkungsvolle Sponsoringmaßnahmen erzielte hohe Aufmerksamkeit. Größtes Lob war sicherlich die neidvolle Anerkennung von Vertretern andere Biotech-Standorte in Deutschland und den USA, man selbst habe im Vergleich dazu offensichtlich eine Chance verpasst.

#fa#Frankfurt am BioProfile-Wettbewerb der Bundesregierung beteiligt#fe#
In anderer Konstellation fanden sich Mitglieder der Allianz auch für eine Teilnahme der Region an dem BioProfile-Wettbewerb der Bundesregierung zusammen. Der Frankfurter Antrag “Von der Struktur zur Funktion – von Funktion zu innovativen Produkten” behauptete sich bisher erfolgreich und gehört zu jenen 20 Anträgen, die an der Endauswahl im kommenden Mai beteiligt sind. Das Engagement lohnt sich: Die drei Gewinn-Regionen können mit einem Fördervolumen von 100 Millionen Mark rechnen.

Daneben will die Wirtschaftsförderung Frankfurt eine Strategie der gezielten Akquisition von ausländischen Biotechnologieunternehmen vor allem aus dem USA weiter verfolgen. “Was im Dezember 1999 mit einer von der Wirtschaftsförderung organisierten Reise nach Washington D.C. und Boston begann”, erläutert Dr. Schwesinger, “wurde bei Gelegenheiten wie dem Calbio Summit weiter ausgebaut, um ausländischen Unternehmen der Biotechnologie-Standort Frankfurt erfolgreich näher zu bringen.”

#fa#Schwerpunktthema Informationstechnologie aus Indien#fe#

#fa#Immer mehr indische Software-Unternehmen in Frankfurt#fe#

Frankfurt am Main, 2. März 2001. Seit über drei Jahren bemüht sich die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH kontinuierlich um die Ansiedlung indischer Software-Unternehmen und die Zuwanderung von Fachkräften in die Region. Lange vor der bundesweiten Debatte um die Green Card stellte die Wirtschaftsförderung mit Reisen in die Region, Fachgesprächen und einem vereinfachten Verfahren für Arbeitsgenehmigungen die Weichen. Anfang Februar dieses Jahres nahm Frankfurt erneut mit großem Erfolg an der Messe NASSCOM in Bombay teil. Auf dem parallel stattfindenden Kongress wurde die Stadt als “longtime supporter” der indischen Softwareindustrie vorgestellt.

Diese langjährige Unterstützung hat dazu geführt, dass Frankfurt mittlerweile als das “Gateway to Continental Europe” für indische Software-Unternehmen gilt, wie es der indische Generalkonsul in Frankfurt ausdrückt. Eine Einschätzung, die sich auch in Zahlen zeigt: Von vier indischen Software-Unternehmen im Jahre 1997 ist die Zahl bis Ende 2000 auf 22 gestiegen. Acht der 20 wichtigsten IT-Firmen Indiens sind auch in Frankfurt ansässig.

#fa#Delegation der Wirtschaftsförderung reist nach Indien#fe#
Um weitere Unternehmen für den Standort zu gewinnen und die deutsche Green Card-Regelung vor Ort zu erläutern, organisierte die Wirtschaftsförderung in den vergangenen Jahren mehrere Reisen nach Indien. Im August 2000 reiste eine Delegation aus Frankfurt zum vierten Mal nach Chennai (Madras), Bangalore und Mumbai (Bombay). Die wiederholten Gespräche mit Behörden, Unternehmen und deutscher Diplomatie vor Ort führten mittlerweile zu einer intensiven Zusammenarbeit.

Neben dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Dr. Hartmut Schwesinger, nahmen unter anderen auch der Direktor des Arbeitsamtes Frankfurt, Hans-Peter Griesheimer, und der Vorsitzende des DGB-Bezirks Frankfurt, Harald Fiedler, an der Reise teil. Dabei wurde der Delegation wiederholt vermittelt, die Regelungen zur Green Card seien völlig unzureichend. “Die indischen Gesprächspartner bezweifelten, dass gute IT-Fachleute überhaupt ein Interesse an der neuen deutschen Regelung haben werden”, resümierte Griesheimer seine Erfahrungen, die sich in Praxis dann auch bestätigten.

#fa#Das “Frankfurter Modell”#fe#
Zusätzlich verfolgt die Frankfurter Wirtschaftsförderung seit 1997 eine gezielte “offshore Entwicklungsstrategie”, um indische Software-Firmen für den Standort zu gewinnen. Das “Frankfurter Modell” erleichtert es Unternehmen, den deutschen Markt zu erschließen, anderseits eröffnet sich deutschen Firmen der Zugang zu indischen Fachkräften. Die nötigen Arbeitsgenehmigungen wurden in Frankfurt durch ein zeitlich verkürztes Prüfungsverfahren nach § 5 der Anwerbestop-Ausnahmeverordnung erteilt. Dieses Modell wäre nach Ansicht der Wirtschaftsförderung in ganz Deutschland für die Anwerbung indischer IT-Spezialisten zielführender gewesen als die Green Card.

#fa#Green Card nur ein erster Schritt#fe#
“Die Green Card-Initiative im letzten Jahr hat zumindest eine bundesweite und längst überfällige Diskussion in Gang gesetzt,” bilanziert Dr. Schwesinger. Doch reichen die Regelungen für den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH bei weitem nicht aus. So kann beispielsweise auf Grund der in Indien üblichen “on the Job”-Ausbildung kaum ein indischer Software-Ingenieur den akademischen Abschluss vorweisen, den die Green Card vorschreibt. Weiterhin bleibe das Wunschziel vieler Inder die USA, nicht zuletzt wegen der dortigen, nach Auffassung der Wirtschaftsförderung vorbildlichen Regelungen. Selbst Japan habe bessere Maßnahmen gefunden als Deutschland.

Zumindest aber nutzen in Frankfurt ansässige indische Firmen die Green Card für die Anwerbung eigener Mitarbeiter. So ist Frankfurt zur Nummer zwei nach München für Green Cards in Deutschland avanciert. Bis Ende 2000 wurden hier 700 dieser Arbeitsgenehmigungen vergeben, davon 300 an Inder. Auch die steigenden Teilnehmerzahlen bei Standort-Seminaren in Indien zeigt: Frankfurt hat inzwischen ein gutes Renommee bei indischen Firmen. Ziel der Wirtschaftsförderung für die kommenden Jahre ist es, diese Position noch weiter auszubauen.

#fa#Schwerpunktthema Gewerbeberatung#fe#

#fa#Unbürokratische Hilfe der Wirtschaftsförderung vor Ort#fe#

Frankfurt am Main, 02. März 2001. Ein Malerbetrieb aus Zeilsheim mit zehn Mitarbeitern stand im vergangenen Jahr vor dem Aus: Der Meister musste aus Altersgründen ausscheiden und trotz intensiver Suche auch der Maler-Innung wurde kein neuer Meister gefunden, der – so fordert es die Handwerksordnung – den Fortbestand des Unternehmens hätte retten können. Schließlich wurde die Wirtschaftsförderung Frankfurt eingeschaltet, die über den Personalservice der Gewerbeberatung innerhalb kurzer Zeit die ersehnte Fachkraft vermitteln konnte.

63 solcher Fälle von Personalberatung zählt die Wirtschaftsförderung für das Jahr 2000. Dabei geht es in erster Linie um die Vermittlung von qualifiziertem Fachpersonal und Jugendlichen, die nach der Vorauswahl durch die Gewerbeberatung den suchenden Firmen empfohlen werden. So meldeten sich etwa auf ein Stellenangebot der Wirtschaftsförderung im Internetauftritt des Arbeitsamtes 150 interessierte Baggerfahrer aus Thüringen und Sachsen. Das Engagement der Gewerbeberatung spricht sich herum: Mittlerweile gehen auch Initiativbewerbungen von Arbeitssuchenden ein.

Die Gewerbeberatung versteht sich als Schnittstelle zwischen den Gewerbetreibenden und der Stadt Frankfurt. Zu den Aufgaben und Angeboten gehören neben dem Personalservice die offensive Beratung bei der Lösung von Standortfragen, fachbezogene Gewerbeberatung insbesondere für Klein- und Mittelbetriebe, Unterstützung bei der Bearbeitung von Anträgen auf Lohnkostenzuschüsse oder Beschäftigungsfördermaßnahmen, Informationen und Hilfe zur Schaffung von Ausbildungsplätzen oder Ausbildungsverbünden sowie Wirtschaftdaten und Informationen zu den Stadtteilen.

Ein Schwerpunkt des vergangenen Jahres, der auch 2001 fortgeführt wird, war Frankfurt-Höchst. Der generelle Strukturwandel und auch Veränderungen im Umfeld der Hoechst AG hatten negative Auswirkungen für den Standort. Die Gewerbeberatung reagierte mit der Eröffnung einer eigenen Außenstelle in der Bolongarostraße 186, die unbürokratische Hilfe vor Ort bietet. Letzten Herbst lief die Imagekampagne “Höchst lädt ein”, die mit vielfältigen Aktionen die Angebote des Stadtteils verdeutlichte. Der Einzelhandel, der mit attraktiven Gutscheinen nach Höchst lud, vermeldet ein deutliches Umsatzplus. In der kommenden Woche, am 07.03.2001, organisiert die Wirtschaftsförderung Frankfurt eine “Höchst-Konferenz” für Industrie und Gewerbe, bei der die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Die Leistungen der Gewerbeberatung werden offensichtlich nicht nur in der Region geschätzt: Die entfernteste Anfrage kam im vergangenen Jahr per E-Mail aus Ecuador und betraf die Suche nach Ersatzteilen für eine Albeko-Schuhmaschine. Den ehemaligen Hersteller aus Frankfurt gibt es nicht mehr. Recherchen der Wirtschaftsförderung führten zu einem Kontakt zwischen dem südamerikanischen Guayaquil und dem württembergischen Hechingen, von wo aus Original-Ersatzteile für die Schuhmaschine vertrieben werden.

Information:

Dr. Hartmut Schwesinger
Geschäftsführer
Wirtschaftsförderung Frankfurt
– Frankfurt Economic Development – GmbH
Hanauer Landstraße 182 D
D-60314 Frankfurt am Main
info@frankfurt-business.de
www.frankfurt-business.de
Phone: +49/69/212 36 200
Fax: +49/69/212 9819


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