(pia/wifoe, 02.06.2008) – Unter den deutschen Großstädten weist Frankfurt am Main das höchste wirtschaftliche Zukunftspotential auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des renommierten Hamburger Instituts für WeltWirtschaftsforschung HWWI im Auftrag der Berenberg Bank. Gefolgt wird Frankfurt von München und Stuttgart, während sonst ebenfalls häufig in der Spitzengruppe derartiger Rankings anzutreffende Städte wie Hamburg und Düsseldorf sich nur auf den Plätzen sieben und elf wiederfinden. Die Bundeshauptstadt Berlin landet abgeschlagen auf Platz 24.

Frankfurt ist die internationale deutsche Dienstleistungsmetropole; neun von zehn Arbeitnehmern arbeiten im Dienstleistungsbereich. Die kosmopolitische Atmosphäre und gute Erreichbarkeit machen Frankfurt zum attraktiven Standort für hoch qualifizierte Arbeitskräfte aus aller Welt, die wiederum entsprechende Arbeitgeber anziehen – was die Stadt wiederum für Arbeitskräfte attraktiv macht. Eine Aufwärtsspirale, die auch in den kommenden Jahren nicht durchbrochen werden dürfte, lautet das Fazit der Studie, die ausführlich in der neuesten Ausgabe des “Manager Magazins” vorgestellt wird.

München und Stuttgart auf den beiden folgenden Plätzen hingegen sind zwar nach wie vor stark von Industrie geprägt, allerdings in sehr innovativen und wettbewerbsfähigen Sektoren. Klares Schlusslicht bilden die “alten” Industriestandorte an Rhein und Ruhr sowie in den neuen Bundesländern, die den Strukturwandel bislang nicht geschafft haben.

Wo soll man im kommenden Jahrzehnt investieren, wo bestehen die besten Karrierechancen?, lautete die Fragestellung. Anhand von sechzehn Kriterien bestimmten die Wissenschaftler die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der dreißig größten deutschen Städte. Maßgeblich für die Bewertung waren nicht mehr oder weniger subjektive Einschätzungen durch Umfrageergebnisse, aus denen sich die meisten “Städtevergleiche” zusammensetzen. Viel mehr hat das HWWI statistische Angaben zur derzeitigen wirtschaftlichen Kraft der Städte sowie Merkmale der Standortqualität wie Erreichbarkeit oder Internationalität mit Kennziffern der lokalen Bevölkerungsentwicklung in Beziehung gesetzt.

Die Bedeutung dieser Bewertung, so die Autoren, liegt darin, dass sich Wachstum weltweit immer mehr in Städten abspielt, in denen über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt. Insofern ist die wirtschaftliche Entwicklung der großen urbanen Zentren von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Standorts Deutschland insgesamt.

Bereits auf Platz vier folgt mit Wiesbaden im Übrigen eine weitere Stadt der Region FrankfurtRheinMain, was die Potentiale der Region noch zusätzlich unterstreicht. Die Pointe daran: Die Systematik der Studie schreibt der Landeshauptstadt als besonderen Positivfaktor die Nähe zur Metropole Frankfurt als Bonus auf die Habenseite …

Das genaue Ranking und die Qualifizierungskriterien entnehmen Sie bitte der Pressemeldung im rechten Link Kasten.


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