(wifoe, 9.8.2011) – Am 8. August war es soweit – drei sechsjährige Jungs in Anzügen und ein Mädchen mit rosa Spangen im Haar setzten sich an ihre Tische in einem frisch renovierten Schulraum. Die Eltern durften auch mit – das Mädchen wollte die Hand ihrer Mutter auf keinen Fall loslassen. Damit begann die erste Stunde der deutsch-russischen Katharina-die-Große-Schule.

Es ist ein einmaliges Projekt in Frankfurt – der Direktorin Lilja Dejak ist es gelungen, die erste Ganztagsschule zu gründen, in der die Kinder sowohl auf deutsch wie auch auf russisch lernen. „Fürs erste haben wir nur eine Grundschule, langfristig wollen wir das Angebot bis zum Gymnasium erweitern“, kündigte die ausgebildete Lehrerin bei der Eröffnungsfeier an. Seniorkonsul der russischen Föderation, Dr. Boris Zaritskiy, gratulierte der Schule zu ihrem Start: „Dadurch wird der kulturelle Austausch zwischen der russischen und deutschen Bevölkerung noch intensiver.“

Denn die Schule steht allen offen – sowohl deutschen als auch russischen Kindern. Einige Fächer werden auf deutsch unterrichtet, andere auf russisch. Der Unterricht in der ersten Tageshälfte steht abwechselnd im Zeichen einer Sprache – der Nachmittag gehört der jeweils anderen.

Die Wirtschaftsförderung Frankfurt hat die Schule bei ihrer Ansiedlung intensiv unterstützt, unter anderem bei der Suche nach geeigneten Räumen. Nun konnten Lehrer und Schüler bei der privaten Rackow-Schule in Eckenheim unterschlüpfen.

Die Katharina-die-Große-Schule erweitert das deutsch-russische Bildungsangebot in Frankfurt. Drei zweisprachige Kindergärten „Nezabudka“ und die Samstagsschule des Vereins Slowo e.V. sind bereits seit einigen Jahren aktiv und das überaus erfolgreich – die Warteliste für die Kitaplätze ist lang.


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