pia – Frankfurt, 06.05.2008 – Als “einen Meilenstein in der Entwicklung eines der bedeutendsten Bauprojekte unserer Stadt in den vergangenen Jahrzehnten” hat heute Oberbürgermeisterin Petra Roth das Erteilen der Baugenehmigung für den Neubau der EZB auf dem ehemaligen Gelände der Großmarkthalle bezeichnet. Der Präsident der EZB, Jean-Claude Trichet, bekundete seine Zufriedenheit über die rasche Bearbeitung des Bauantrags und lobte die schnelle und effiziente Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der EZB. “Damit ist eine sehr wichtige Hürde genommen, und wir können – wenn alles gut läuft – in wenigen Jahren unser neues Domizil am Main beziehen”, so Trichet.

Die Oberbürgermeisterin würdigte die Bedeutung des Neubaus für den Finanzplatz Frankfurt. „Der Neubau der EZB ist ein Bekenntnis zum Standort und damit trägt er zur langfristigen Sicherung des Finanzplatzes Frankfurt bei“, sagte Petra Roth. Darüber hinaus erhalte Frankfurt einen der spannendsten und spektakulärsten Wolkenkratzer der neuen Hochhausgeneration. Der in sich verdrehte Baukörper im Osten bereichere die Skyline und werde sicher auch architektonisch zu einem weiteren Wahrzeichen und zu einer zusätzlichen Touristenattraktion.

Ein großer Glücksfall sei es aber auch, dass die von Martin Elsässer entworfene Großmarkthalle in dieses Neubauprojekt integriert werden konnte. Die aus den zwanziger Jahren stammende Großmarkthalle sei ein bedeutendes Baudenkmal, das den Frankfurtern auch sehr ans Herz gewachsen sei, meinte die Oberbürgermeisterin. Eine sinnvolle und wirtschaftlich vertretbare Nutzung für einen solchen riesigen Bau zu finden, sei außergewöhnlich schwierig. Durch die Integration in den Komplex der EZB erhalte sie nun eine ganz andere, eine moderne Nutzung und damit natürlich auch eine neue Würdigung.

Die ersten Bauarbeiten für den Neubau der EZB haben im April 2008 begonnen. Die Fertigstellung ist für 2011 geplant.

Abschließend überreichte die Oberbürgermeisterin dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank die Baugenehmigung, die der rechtliche Startschuss für die Verwirklichung des Vorhabens ist. Da nahezu alle Anforderungen der Stadt in die Baupläne eingearbeitet wurden, ist die Genehmigung fast ohne Auflagen gehalten.


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