(pia, 24.01.2011) – Frankfurt setzt ein Zeichen für nachhaltiges, faires Wirtschaften – und ist dafür am 24. Januar mit dem internationalen Titel “Fairtrade-Stadt” ausgezeichnet worden. Als bislang größte deutsche Stadt hat sich Frankfurt diese Auszeichnung verdient, weil viele Läden fair gehandelte Produkte verkaufen, viele Gastronomiebetriebe zu fair gehandelten Zutaten greifen – und im Römer fair gehandelter Kaffee aufgebrüht wird. Die Urkunde erhielt Oberbürgermeisterin Petra Roth aus den Händen des Geschäftsführers des Vereins “TransFair”, Dieter Overath, bei einer Feierstunde im Kaisersaal.

#fa#Soziales Engagement praxisnah umgesetzt#fe#
„Die Kampagne Fairtrade-Towns bietet uns die Gelegenheit, soziales Engagement praxisnah und international umzusetzen. Von daher freue ich mich ganz besonders, dass unsere Stadt Frankfurt – neben den Partnerstädten Lyon und Birmingham – nun auch den Titel „Fairtrade-Town“ tragen darf“, sagte Oberbürgermeisterin Petra Roth bei der Verleihung. Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair e.V., betonte: „Frankfurt zeigt die wirkungsvolle Verknüpfung von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Sie alle eröffnen Spielräume für den Fairen Handel auf kommunaler Ebene zu Gunsten der Menschen in den Entwicklungsländern.“

#fa#Fünf Kriterien – übererfüllt#fe#
Um die Auszeichnung zu erhalten, mussten fünf Kriterien erfüllt werden. So wird nach dem Magistratsbeschluss vom 27. Mai 2010 unter anderem zu den Sitzungen des Magistrats und der Ausschüsse künftig Fairtrade-Kaffee ausgeschenkt. Ferner wurde nachgewiesen, dass aktuell in 130 Einzelhandelsgeschäften und 61 Cafés, Bäckereien und Restaurants Fairtrade-Produkte angeboten werden. Die Umsetzung der Kriterien wurde von einer siebenköpfigen Steuerungsgruppe organisiert und überwacht, in der Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, der Weltläden, der Nachhaltigkeitsbewegung sowie der Stadt Frankfurt am Main zusammenarbeiten. “Die Kriterien wurden übererfüllt und hätten für zwei Auszeichnungen gereicht”, so TransFair-Chef Overath.

#fa#Steffi Jones ist Schirmherrin#fe#
Schirmherrin und Fairtrade-Botschafterin Steffi Jones überreichte im Kaisersaal handsignierte Fairtrade-Fußbälle an Jugendliche. „Fairtrade gibt Menschen in den Entwicklungsländern Hoffnung auf eine bessere Zukunft, daher freue ich mich, dass Frankfurt jetzt den Titel Fairtrade-Town trägt.“


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