Am Dienstag, dem 29. November 2016, haben Oberbürgermeister Peter Feldmann und IHK-Präsident Prof. Dr. Mathias Müller rund 200 Gäste aus unterschiedlichen Industriebranchen, darunter produzierende Handwerksbetriebe sowie Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, zur zentralen jährlichen Dialogveranstaltung mit der Stadt Frankfurt und der Industrie- und Handelskammer Frankfurt begrüßt.

Die Metropolregion FrankfurtRheinMain ist ein bedeutender Industriestandort, darüber herrschte Einigkeit: Das Verarbeitende Gewerbe beschäftigt in der Metropolregion mehr als 370.000 Menschen. Intensiv diskutiert wurden deswegen der bedeutende Wandel, vor dem die Industrie durch die Digitalisierung der Wirtschaft und Industrie 4.0 steht, und die damit einhergehenden großen Chancen für die Industrie.

„Die digitale Wirtschaft macht kaum mehr Lärm, digitale Produktion macht kaum mehr Schmutz. Digitale Wirtschaft ist Teil unserer heutigen Lebenswelt.“ Aus den USA werde erzählt, die digitale Wirtschaft sei „in der Garage nebenan“ entstanden. Dieser Entwicklung müsse man sich auch in der Metropolregion FrankfurtRheinMain stellen, sagte Prof. Müller. „Neue digitale Geschäftsmodelle brauchen eine leistungsfähige Netz-Infrastruktur.“ An dieser Stelle gebe es politischen Handlungsbedarf, etwa bei Genehmigungsverfahren bei der Verlegung von Breitband-Infrastruktur.

„Die Industrie ist von herausragender Bedeutung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung von Frankfurt “, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann und hob den hohen Anteil der Industrie an Gewerbesteuereinnahmen und qualifizierten Arbeitsplätzen und deren Rolle als Impulsgeber des gesamten wirtschaftlichen und sozialen Wandels hervor. Die Industrie habe eine zentrale Bedeutung um das Wachstum von Frankfurt zu bewältigen. Der Stadtverordnetenbeschluss zum Masterplan Industrie im Januar 2016 sei vor diesem Hintergrund ein zentraler Erfolg und bilde die Grundlage für die Industriepolitik der nächsten Jahre.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank betonte den hohen Stellenwert der Digitali-sierung für die Stadt Frankfurt: „Die Förderung der industriellen Start-up-Szene hat eine sehr hohe Bedeutung für die Erneuerungsfähigkeit des gesamten Industrie- und Wirtschaftsstandorts. Etablierten Unternehmen wie Start-ups bietet sich die Gelegenheit zur Entwicklung ganz neuer Geschäftsmodelle und Kooperationen über Wertschöpfungsketten hinweg. Frankfurt greift diese Chance durch verschiedene Start-up-Initiativen auf.

„Wichtig für die Innovationsförderung ist auch, dass das Technologie-Image und die entsprechende Infrastruktur des Rhein-Main-Gebietes gestärkt werden“, sagte Frank Jourdan, Mitglied des Vorstands der Continental AG und Vorsitzender der Geschäftsleitung Division Chassis & Safety in seinem Impulsvortrag „FrankfurtRheinMain – Industrieregion mit Zukunft“.

Der Frankfurter Industrieabend ist die zentrale Veranstaltung in Frankfurt, um der Industrie die Wertschätzung entgegenzubringen, die ihrer weitreichenden und vielfältigen Bedeutung entspricht. In jedem Jahr laden die Stadt Frankfurt und die IHK Frankfurt am Main deshalb gemeinsam hochrangige Vertreter aus der Frankfurter Wirtschaft, Industrie und Politik ein. Der Frankfurter Industrieabend findet abwechselnd im Römer und in der IHK Frankfurt statt.


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