Eine Wirtschaftsdelegation unter Leitung des Frankfurter Wirtschaftsdezernenten, Edwin Schwarz, bereiste vom 29. Oktober bis zum 8. November die asiatischen Städte Yokohama, Tokio, Quingdao und Seoul. Ziel der von der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH organisierten Reise war es, die wirtschaftlichen Beziehungen zu den besuchten Städten weiterzuentwickeln und für den Standort Frankfurt zu werben. Es ist dabei besonders wichtig, die zentrale Lage Frankfurts als idealen Standort asiatischer Firmen in Europa zu erläutern. In den von der Frankfurter Delegation besuchten Städten zeigte sich zudem, wie die dort zur Entscheidung anstehenden Probleme denen unserer Stadt ähneln.

In Japan begleitete der Inhaber der Firma Uhren Sinn den Wirtschaftsdezernenten, in Qingdao stießen der Anwalt Haager, Coudert + Schürmann, und die für Außenwirtschaft und Großhandel zuständige Geschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Frankfurt, Frau Dr. Zeni, zur Delegation. In Seoul schließlich schlossen sich Herr Kraneis, Lahmeyer International, und Herr Levenhagen, Qnet Systems, der Gruppe an.

In Yokohama führte der Frankfurter Wirtschaftsdezernent Gespräche mit dem Vize-Bürgermeister und Vertretern des Wirtschafts- und Planungsamtes der Stadt Yokohama und präsentierte den Standort Frankfurt. In Yokohama wie Frankfurt gibt es große innerstädtische Brachflächen zu entwickeln. In Yokohama bestand ebenso wie in anderen asiatsichen Städten großes Interesse an dem Ausbau des Frankfurter Flughafens. Zum Abschluß seiner Gespräche, die in sehr freundschaftlicher Atmosphäre stattfanden, wünschte Edwin Schwarz, daß sich im Endspiel der Fußball WM 2002 die Mannschaften Japans und Deutschlands im Stadion von Yokohama gegenüberstehen würden.

In Tokyo setzte sich der für auswärtige Angelegenheiten zuständige Generaldirektor in den Gesprächen für eine Intensivierung der Beziehungen der beiden Finanzplätze ein. Aufgrund des steigenden Passagieraufkommens, insbesondere aber auch im Hinblick auf die WM 2002, gibt es in Tokio Überlegungen, einen zur Zeit von den Amerikanern militärisch genutzten Flughafen dem zivilen Luftverkehr zu öffnen. Die japanischen Gesprächspartner hatten sich bereits früher über eine vergleichbare Entwicklung in Frankfurt informiert. Der Frankfurter Wirtschaftsdezernent bot zu diesem Thema umfassende Unterstützung der Stadt an.

Ein besonders herzlicher Empfang wurde der Frankfurter Delegation in der chinesischen Stadt Qingdao, dem ehemaligen Tsingtau, bereitet. “Besonders überrascht hat mich das moderne Stadtbild mit zahlreichen Hochhäusern und großzügigen, breiten Alleen.”, berichtete Edwin Schwarz. “Sehr bemerkenswert finde ich auch, daß die Stadt Qingdao dem Denkmalschutz einen großen Stellenwert einräumt, so daß zahlreiche alte Gebäude aus der deutschen Kolonialzeit, wie z.B. der Gouverneurspalast und der Bahnhof, erhalten und gepflegt werden.” Seinen Gesprächspartnern, den Vize-Bürgermeistern, schlug der Frankfurter Dezernent vor, diese reizvollen Kontraste stärker touristisch gerade in Deutschland zu vermarkten.

Beide Seiten betonten die gute Zusammenarbeit zwischen ihren Städten, die durch die Eröffnung des Europa-Büros Qingdaos in den Räumen der Wirtschaftsförderung Frankfurt und die einjährige Tätigkeit von deren Mitarbeiterin, Sibylle Herforth, in der Wirtschaftsförderung Qingdaos zum Ausdruck gekommen ist.

Den Abschluß der Reise bildete der Besuch in der Hauptstadt Südkoreas, Seoul. Hier lag der Schwerpunkt auf der Präsentation Frankfurts als Standort für IT-Unternehmen. Vor etwa 30 Vertretern koreanischer IT-Unternehmen wurden die Möglichkeiten am Standort Frankfurt durch den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, Dr. Schwesinger, präsentiert. Herr Levenhagen wies auf die Kooperationsmöglichkeiten mit Frankfurter Unternehmen hin. Für 14 der teilnehmenden Unternehmen diente diese Präsentation als Vorbereitung auf die Reise unter Leitung des koreanischen Handelsministers in zwei Wochen nach Frankfurt und die gemeinsame Veranstaltung in der IHK.

Auch im Gespräch mit dem Vize-Bürgermeister Seouls spielte die Frage der Kooperationsmöglichkeiten zwischen IT-Unternehmen beider Städte eine große Rolle. Der Vertreter Seouls wies daher auf den Schwerpunkt IT für die Ansiedlungen in der neben dem neuen Flughafen entstehenden “Digital Media City” hin. Schwarz lies es sich nicht nehmen, dem Hanjung Konzern, dem führenden Unternehmen für Kraftwerksbau und Entsalzungsanlagen weltweit, zu besuchen und dem Chairman persönlich dafür zu danken, daß das Unternehmen sein Deutschland-Büro von Düsseldorf nach Frankfurt verlegt hat. Der koreanischen Fluggesellschaft ASIANA gegenüber brachte der Frankfurter Wirtschaftsdezernent seine Befriedigung darüber zum Ausdruck, daß ASIANA mit dem Sommerflugplan 2001 den Flugbetrieb zwischen Seoul und Frankfurt wieder aufnimmt. Damit ist es gelungen, ASIANA nach einer auf die Asienkrise zurückzuführenden dreijährigen Unterbrechung wieder nach Frankfurt zurückzubringen.

Von Seouler Seite wurde immer wieder betont, daß keine andere Stadt die Kontakte zu Korea so pflegt wie Frankfurt. Wie groß das Interesse auf koreanischer Seite an Frankfurt ist, wurde am letzten Tag der Reise noch einmal deutlich. Zu einer Präsentation Frankfurts durch die Wirtschaftsförderung, die IHK und Lahmeyer International vor Pressevertretern kamen mit etwa 60 Teilnehmern deutlich mehr Journalisten als erwartet.

Informationen:

Sibylle Herforth
Wirtschaftsförderung Frankfurt
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