Am 21. Mai informiert RA Tim Christopher Caesar (BEITEN BURKHARDT) über die Datenschutzgesetzgebung in Deutschland und gibt Hinweise für eine korrekte wie pragmatische Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben.

Im internationalen Vergleich gelten die Deutschen als besonders sensibilisiert für das Thema Datenschutz. Es wird intensiv diskutiert und hat auch die Games-Industrie in der Breite erreicht. Ein Grund dafür ist sicherlich die Tatsache, dass die zuständigen Behörden ihre Aktivitäten intensiviert haben: sie gehen nicht nur User-Beschwerden nach, sondern kontrollieren häufig auch ohne konkreten Anlass. Es waren aber nicht zuletzt die Datenschutzskandale und Cyberangriffe der letzten Jahre, die dazu geführt haben, dass immer mehr Publisher und Entwickler dem Datenschutz und der Datensicherheit eine zunehmende Relevanz beimessen. In seinem Vortrag ‘Da war doch noch was – Datenschutz bei Games’ gibt Tim Christopher Caesar einen Überblick über die aktuelle Datenschutzgesetzgebung in Deutschland. Dabei geht er gezielt auf gamesspezifische Aspekte ein und gibt zahlreiche Tipps, wie sich für den Spielverlauf notwendige Funktionen korrekt und gleichzeitig pragmatisch implementieren lassen. Die Veranstaltung findet am 21. Mai in der IHK Frankfurt statt; nach Anmeldung auf www.gameplaces.de ist die Teilnahme kostenlos.

Der Datenschutz sei insbesondere im Hinblick auf Apps und Onlinegames relevant, da diese für gewöhnlich personenbezogene Daten sowie die Ingame-Kommunikation verarbeiten. so Caesar: “Gerade beim Tracking und Targeting müssen detaillierte Regelungen beachtet werden.” Diese betreffen Entwickler wie Publisher. Der Publisher als derjenige, der nach außen hin die Daten erhebt, ist nämlich nur vordergründig in der Pflicht, für die Einhaltung der Datenschutzgesetze zu sorgen. Die gesetzlichen Vorgaben nicht bereits beim Gamedesign zu berücksichtigen sei einer der häufigsten Fehler, warnt Caesar. Hinzu kommt, dass sich Publisher und Entwickler einer in der Regel erwünschten, da gewinnbringenden, aber auch immer komplexeren Marktsituation und Arbeitsteilung gegenüber sehen. Exemplarisch nennt Caesar AppStore- und Plattformbetreiber, Payment-Service-Pro-vider oder Ad-Netzwerke: Um wirtschaftlich positive Aspekte aus der Zusammenarbeit mit diesen Partnern zu generieren ist der Austausch personenbezogener Daten geradezu notwendig. Deshalb komme es hier darauf an, die entsprechenden Best Practices zu kennen und richtig einzusetzen.

RA Tim Christopher Caesar (BEITEN BURKHARDT) fokussiert die Bereiche Informationstechnologie und Datenschutz. Er berät und coacht interne Datenschutzbeauftragte, führt Schulungen und Compliance-Checks durch, prüft und erstellt Verträge und Dokumentationen. Außerdem ist er als externer Datenschutzbeauftragter tätig und berät zu Cloud Computing, der Strukturierung internationaler Datentransfers, dem Einsatz von Analysewerkzeugen und übernimmt Krisenmanagement wie Verfahren vor den Aufsichtsbehörden im Fall von Datenschutzverstößen.

Über GAMEplaces BUSINESS & LEGAL: Die auf Initiative der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und der gamearea-FRM im Jahr 2008 ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe thematisiert branchenspezifische Rechtsfragen. Sie richtet sich in erster Linie an Geschäftsführer, Prokuristen, Business Development Manager, Entrepreneurs und Syndikusanwälte, steht jedoch allen Interessierten aus der Games- sowie anverwandten Branchen der Kreativwirtschaft offen. Partner der Veranstaltungsreihe, die in Kooperation mit Medienanwälten und Branchenkennern realisiert wird, ist die IHK Frankfurt am Main.


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