19 Mrz 2009
März 19, 2009

Handwerksgespräch am 09.03.2009

wifö, 10.03.2009 – Am 9. März 2009 trafen sich die Frankfurter Obermeister, Vertreter der Handwerkskammer Rhein-Main sowie des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main zum traditionellen Handwerksgespräch in der Commerzbank Arena. In seiner Begrüßung machte Stadtkämmerer Uwe Becker deutlich, dass sowohl die Stadt als auch das Handwerk gemeinsam vor großen Herausforderungen stehen. Die geplanten städtischen Investitionen in Höhe von 400 Millionen Euro sowie die über das Konjunkturpaket zusätzlichen Investitionen in Höhe von ca. 170 Millionen sollen vorwiegend dem regionalen Handwerk zu Gute kommen. Das erfordert auf städtischer Seite eine hohe Sensibilität bei Vergaben, auf Seiten des Handwerks jedoch auch eine entsprechende Beteiligung an Ausschreibungen und die Darstellung der eigenen Qualität und Leistungs­fähigkeit.

Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Rhein-Main, ging insbesondere auf die aktuellen Liquiditätsprobleme des Handwerks ein und bestätigte, dass die Konjunkturprogramme der öffentlichen Hand der richtige Weg sind. An die Adresse der Stadt gerichtet: „Die Vergabe muss in solchen Losen erfolgen, dass es für das örtliche Handwerk aus leistbar ist.“ Insbesondere müsse bei öffentlichen Vergaben ein Umdenken dergestalt erfolgen, dass „billig“ nicht gleich preiswert ist. Pfusch werde später mit Steuergeldern teuer bezahlt, wie aktuelle Beispiele zeigen.

Weitere Themen des Handwerksgesprächs waren eine erste Bilanz der Frankfurter Umweltzone, die Gewerbesteuer in Frankfurt, die Umsetzung der Frankfurter Friedhofsordnung sowie die Auswirkungen der Ausweitung des Anwohnerparkens im Stadtteil Niederrad.

Das Handwerksgespräch wird einmal pro Jahr initiiert. Gemeinsam mit der Handwerkskammer Rhein-Main organisiert die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH die Veranstaltung. Im vergangenen Jahr fand das Gespräch im Kochwerk, einer Dependance des alteingesessenen Frankfurter Handwerksunternehmens Meyer Metzgerei, statt.


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