(messe frankfurt, 30.07.2009) – Gemeinsam mit Michael von Zitzewitz, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, und Uwe Behm, der als Geschäftsführer der Messe Frankfurt die Neubauten verantwortet, hat die Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main und Aufsichtsratsvorsitzende der Messe Frankfurt, Dr. h.c. Petra Roth, das neue Gebäudeensemble im Westteil des Messegeländes eröffnet.

Seit Herbst 2007 sind dort parallel zur Phlipp-Reis-Straße zwei imposante Gebäude entstanden: Die zweigeschossige Halle 11, die mehr als 23.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet, sowie das angegliederte Portalhaus. Zusammen besitzen beide Bauwerke eine Bruttogeschossfläche von rund 78.000 Quadratmeter. Die neuen Bauten im Westteil des Messegeländes sind zum einen die passende Ergänzung zum Ostgelände, zum anderen wurde hier ein Kernprojekt der städtebaulichen Entwicklung des Europaviertels verwirklicht.

„Vor der Skyline unserer Stadt wird besonders das Portalhaus als zusätzliches architektonisches Schmuckstück glänzen können“, betonte Oberbürgermeisterin Petra Roth zur Eröffnung. „Die Messe Frankfurt hat einen außerordentlich repräsentativen Westeingang und eine wunderschöne Halle gewonnen, mit hervorragenden Bedingungen für alle Aussteller und Besucher.”

In beiden Gebäuden waren in den vergangen zwei Jahren 250 Arbeiter im Rohbau und bis zu 600 Handwerker in der Ausbauphase der Haustechnik beschäftigt. Während der gesamten Bauzeit wurden annähernd 8.000 Tonnen Baustahl verarbeitet und mehr als 35.000 Quadratmeter Beton gegossen. Mit 48 Schwertransporten wurden Fertigbauelemente angeliefert und montiert, die schwersten Bauteile mit einem Einzelgewicht von bis zu 110 Tonnen. Die Holzdachkonstruktion mit einer Spannweite von 80 Metern ruht auf Holzbindern, die ein Gesamtgewicht von bis zu 55 Tonnen erreichen.

Im Innern der neuen Halle und des Portalhauses wurden 17 Transformatoren mit bis zu je 1.600 Kilowatt Leistung, 300 Kilometer Starkstromkabel, 18 Kilometer Energiekabel mit 103 Datenschränken, 300 Kilometer Datenkabel und 70 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Insgesamt verfügt die Messehalle 11 über 520 Unterverteilungen, von denen 340 nur für die Standversorgung der Aussteller vorgesehen sind. Der Anschlußwert liegt bei 19,6 Megawatt – dies entspricht etwa der Stromleistung für 650 Einfamilienhäuser. In beiden Gebäuden zusammen wurden rund 16.000 Leuchten, 2.900 Rauchmelder und 1.485 Lautsprecher installiert.

„Mit der Halle 11 und dem Portalhaus hat das Frankfurter Messegelände nun auch im Westen eine weitere Schokoladenseite bekommen“, sagte Michael von Zitzewitz in seiner Eröffnungsrede. „Besucher, die von der Autobahn und vom Parkhaus Rebstock kommen, werden jetzt über den repräsentativen Eingangsbereich des Portalhauses schnell in der Halle 11 – und damit auf dem Messegelände – sein. Auf diese Weise schließt sich auch der Kreis eines Rundwegs durch alle Messehallen“, erläuterte von Zitzewitz die Vorteile.

“Vor 100 Jahren wurde die Festhalle – unser ältestes Gebäude auf dem Messegelände – eröffnet, und heute eröffnen wir unsere neueste Messehalle. Die Halle 11 setzt einen weiteren Akzent innerhalb der architektonischen Vielfalt unseres Geländes. Neben der Einzigartigkeit ihrer Gestaltung und Funktionalität ermöglichen die Messehalle 11 und das Portalhaus als weithin sichtbares Eingangsgebäude, auf dem Ost- und Westgelände zwei große Veranstaltungen parallel durchzuführen”, fügt Behm hinzu.

Pünktlich zur IAA findet der erste Belastungstest statt, denn im September präsentiert sich BMW in der neuen Halle zur größten Automobilschau der Welt. Erstmals präsentiert sich die BMW Group mit ihren drei Marken BMW, MINI und Rolls-Royce unter einem Dach.„Wir freuen uns sehr, dass wir als erster Aussteller in der neuesten Halle der Frankfurter Messe an die Tradition unserer innovativen IAA Messeauftritte anschließen können“, sagte dazu Thomas Muderlak, Leiter internationale Messen bei der BMW Group. „Ein Highlight für unsere Besucher wird sein, dass sie auf dem BMW Messestand unsere Automobile fahrend erleben können: für die Marke BMW werden wir das Motto „Freude am Fahren“ wortwörtlich umsetzen.

“Die Investitionskosten für das größte Bauprojekt der Messe Frankfurt während der vergangenen zwei Jahre liegen bei rund 170 Mio. Euro. Diese Summe bringt die Messe Frankfurt aus eigenen Mitteln auf. Der Gebäudekomplex wurde nach dem Entwurf des Architektenbüros Hascher Jehle (Berlin) von der Arbeitsgemeinschaft Max Bögl/Lausser gebaut.


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