(holm, 18.08.2009) – Am 12.08.2009 besuchte der parlamentarische Staatssekretär Andreas Storm aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung die Geschäftsstelle der Gründungsinitiative Frankfurt HOLM e.V.. Das HOLM wird gemeinsam von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik getragen. Ziel ist es, eine neutrale Plattform für interdisziplinäre Spitzenforschung und Ausbildung an der thematischen Schnittstelle von Logistik und Mobilität zu schaffen.

Der Staatssekretär informierte sich bei seinem Besuch über den aktuellen Stand der Entwicklung des HOLM, sowie die dynamische Entwicklung der Cluster-Initiativen „Logistik Rhein-Main“ und „kcm – Kompetenz Centrum Mobilität“. Er diskutierte mit Vertretern des im HOLM federführenden Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) sowie bereits heute in den Gateway Gardens aktiven Institutionen, u.a. RMV, ivm, Wirtschaftsförderung Frankfurt, FH Frankfurt, TU Darmstadt, EBS Wiesbaden sowie Fraunhofer IML.

Neben dem Geschäftsführer der Gründungsinitiative, EBS-Professor Stefan Walter, trugen Dr. Jürg Sparmann von der ivm GmbH, Dr. Andreas Potzner von der European Business School und Hansjörg Röhrich vom Kompetenz Centrum Mobilität die integrativen Ansätze eines einheitlichen und ganzheitlichen Logistik- & Mobilitätsclusters im Ballungsraum Rhein-Main vor. Prof. Dr. Walter stellte die Einzigartigkeit des Kooperationsansatzes des HOLM, das große Interesse der Hochschulen an der Kooperation sowie die Möglichkeiten der internationalen Darstellung von Wissenschaft und einheimischer Wirtschaft auf der Basis einer einzigartigen Wissensinfrastruktur in den Mittelpunkt seines Vortrages.

Im Bereich Mobilität sei es das Ziel der Akteure, ebenfalls Unternehmen und Wissenschaft mit einer starken Wissensinfrastruktur stärker miteinander zu vernetzen. Dabei gehe es vor allem darum, Informationen zur Verfügung zu stellen, die das Mobilitätsverhalten der Menschen nachhaltig beeinflussen könnten, so der Geschäftsführer der ivm, Dr. Jürg Sparmann. Hansjörg Röhrich vom RMV stellte das integrierte Leitbild des kcm vor, das verschiedene Aspekte rund um Mobilität miteinander in Beziehung setzt.

Staatssekretär Storm zeigte sich beeindruckt von dem Kompetenz-Netzwerk, das sich bereits jetzt zu einem der wichtigen Spitzenforschungsthemen in Deutschland entwickelt hat. „Logistik & Mobilität sind ganz zentrale Zukunftsthemen für die deutsche Wirtschaft, die derzeit nach Wegen aus der Krise sucht.“ Neben dem idealen Standort am Flughafen Rhein-Main bewertet Storm das gewählte Konzept eines informellen Wissens- und Kompetenznetzwerkes mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung sehr positiv und zukunftsweisend. Ferner lobte er den ganzheitlichen Ansatz, der neben der spezifischen universitären Ausbildung und den Forschungsaktivitäten auch die Belange der beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung beinhaltet. Mit den zukunftweisenden Ergebnissen, die im HOLM erarbeitetet werden, lassen sich neue Exportschlager mit dem Markenzeichen „Logistik & Mobilität made in Hessen“ entwickeln und neue Arbeitsplätze schaffen, äußerte sich Storm zuversichtlich.

Der Staatssekretär wies darauf hin, dass die Bundesregierung in der jetzt ablaufenden Legislaturperiode die Fördermittel für Forschung und Entwicklung um mehr als 7 Milliarden Euro ausgeweitet hat. Neue und intelligente Förderinstrumente zu innovativen Formen der Clusterentwicklung haben darüber hinaus auch inhaltlich neue Schwerpunkte gesetzt, effektive Netzwerke gebildet und ungeheure Synergien freigesetzt. Er kündigte an, dass man auch künftig auf neue und fortschrittliche Förderinstrumente setzen wird. Dazu zählt insbesondere der Einstieg in eine steuerliche Forschungsförderung.

An die Präsentationen schloss sich eine lebhafte Diskussion an, die insbesondere den Bildungsaspekt, Möglichkeiten für Forschungskooperationen und das im HOLM angedachte vernetzte Wissen zum Gegenstand hatte. Staatssekretär Storm zog abschließend das Fazit, dass das HOLM „das richtige Projekt, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit“ sei. Es habe insbesondere mit Blick auf die internationale Konkurrenzfähigkeit des Standorts Rhein-Main und Deutschland die Chance ein ausschlaggebender Faktor zu werden.

Das House of Logistics & Mobility (HOLM) soll einen neuartigen Ansatz des Wissenstransfers am Standort Gateway Gardens verwirklichen, indem es Hochschulen und Unternehmen vereint und in Projektstrukturen zusammenbringt. So soll bis 2012 ein neuartiges Zentrum entstehen, das Forschung zur nachhaltigen Logistik und Mobilität der Zukunft auf breiter Basis und mit starkem Praxisbezug betreibt. Zu den Hochschulpartnern zählen unter anderen die European Business School, die TU Darmstadt, die Goethe Universität und die FH Frankfurt sowie eine Vielzahl weiterer hessischer Hochschulen.


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