Handel


Eine der ältesten Branchen Frankfurts ist der Handel. Bereits im Mittelalter kreuzten sich in Frankfurt die Handelswege. 1240 erhielt die Stadt als erste im damaligen Europa das kaiserliche Privileg, jährlich Handelsmessen abzuhalten. Unter der Schutzgarantie der Kaiser stieg die Stadt zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum auf. Die Entwicklung zu einem modernen, internationalen Messe- und Handelsplatz war da nur konsequent.

Heute sind etwa 11.000 Unternehmen des Einzel- und Großhandels in Frankfurt ansässig. Der Wirtschaftszweig beschäftigt 41.318 Menschen (Bundesagentur für Arbeit, Stand 30.06.2014). Erlebbar ist die Vielfalt des Einzelhandels in den zahlreichen Einkaufsstraßen der Stadt. Die Zeil in der Frankfurter City ist die umsatzstärkste Einkaufsmeile Deutschlands.

Die Frankfurter Messe zählt zu einem der größten Messeplätze der Welt. 2015 wurden in Frankfurt 38 Messen und Ausstellungen mit fast 37.290 Ausstellern und 2,3 Mio. Besuchern veranstaltet.

Wichtige Links

Sie haben Fragen oder Anregungen? Wenden Sie sich an das Team der Gewerbeberatung.

Einzelhandels- + Zentrenkonzept

Am 25. September 2008 hat die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung das Frankfurter Einzelhandels- und Zentrenkonzept beschlossen. Mit diesem Konzept bindet sich die Stadt im Sinne eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes und dokumentiert ihren Planungswillen bei der Steuerung der Einzelhandelsentwicklung. Im Juni 2010 ist die Fortschreibung der Einzelhandels- und Zentrenstruktur erschienen.

Ziele und Grundsätze zukünftiger Entwicklung des Einzelhandels und der Zentren

  • Sicherstellung einer ausgewogenen Versorgungsstruktur auf der Grundlage der vorhandenen Zentren,
  • Weiterentwicklung der vorhandenen Versorgungszentren durch Einzelhandelsneuansiedlungen,
  • Aufwertung der Standortqualität der Versorgungszentren,
  • Sicherung und Stabilisierung der Angebots- und Funktionsvielfalt der Innenstadt,
  • Schaffung von Planungs- und Investitionssicherheit für den bestehenden Einzelhandel, Investoren und Grundstückseigentümer.

Zentrenhierarchie mit Rangfolgen und Funktionszuweisungen

Im Einzelhandels- und Zentrenkonzept wird eine Differenzierung der Versorgungsstruktur im gesamten Stadtgebiet nach fünf Kategorien zugrunde gelegt.

Die räumlichen Abgrenzungen der verschiedenen Versorgungsbereiche sind in der Karte dargestellt und dienen als Orientierung. Sie stellen keine parzellenscharfen Vorgaben dar. Außerhalb dieser Versorgungszentren sollen keine Einzelhandelsansiedlungen vorgenommen werden.

Frankfurter Sortimentsliste

Die Frankfurter Sortimentsliste ist ein zentrales Steuerungselement des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes und Steuerungsgrundlage für die Bauleitplanung. Die Sortimentsliste legt zentren-/nahversorgungsrelevante und nicht-zentren-/nicht nahversorgungsrelevante Sortimente fest. Die nicht-zentrenrelevanten Sortimente sind außerhalb der Versorgungszentren nur in den bestehenden Einkaufszentren und Fachmarktagglomerationen zulässig.

Weitere Informationen hier: Stadtplanungsamt

Daten + Fakten

Wichtige Kennzahlen für den Einzelhandel, bezogen auf das gesamte Stadtgebiet (Quelle: Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenstruktur der Stadt Frankfurt am Main 2010).

Ausgewählte Kennzahlen auf Stadtteilebene erhalten Sie auf Anfrage beim Team der Gewerbeberatung sowie im Strukturdatenatlas der Stadt Frankfurt am Main.

Betriebe des Einzelhandels4.898
davon großflächig215
 
Verkaufsfläche976.740 m²
davon großflächig553.910 m²
 
Verkaufsfläche nach Sortimenten
Nahrungs- und Genussmittel258.680 m²
Gesundheit- und Körperpflege43.110 m²
Blumen, Pflanzen, zool. Bedarf33.420 m²
Bücher, Schreib- und Spielwaren29.040 m²
Bekleidung, Schuhe, Sport279.660 m²
Elektrowaren52.160 m²
Hausrat, Möbel, Einrichtungen145.870 m²
Sonstiger Einzelhandel134.790 m²
 
Umsatz4.364,4 Mio. €

 


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