(Dez IX, 18.05.2009) – „Ab heute liefert ein neues Statistisches Zahlenwerk einen fundierten Einblick in die Wirtschaftsmetropole Frankfurt am Main,“ sagte Stadtrat Markus Frank anlässlich der Vorstellung des aktuellen Statistischen Berichts des Bürgeramts, Statistik und Wah-len. Erstmalig wurde für den Standort Frankfurt am Main ein Bericht vorgelegt, der die wirtschaftliche Stärke von Frankfurt mit statistischen Zahlen belegt und über einen Zeitraum von 10 Jahren Entwicklungen fundiert aufzeigt.

„Frankfurt ist ein starker Wirtschaftsstandort. Diese Einschätzung wird durch das spannende und aufschlussreiche Datenmaterial belegt“, stellt Wirtschaftsdezernent Markus Frank fest. Er betont, dass auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingun-gen Einfluss auf die Wirtschaftsstärke einer Kommune haben und definiert seinen wirtschaftspolitischen Schwerpunkt: Diversifikation der Wirtschaft, Bestandspflege, Verbesserung des Gründungsklimas, Stärkung vitaler Stadtteilstrukturen und Steige-rung der Attraktivität der Mainmetropole für Hochqualifizierte und Kreative.

Der Statistische Bericht zeigt die Attraktivität von Frankfurt am Main für Unternehmen und Beschäftigte und die wirtschaftlichen Stärken der Stadt anhand verschiedener Kriterien. So bietet Frankfurt am Main Arbeitsplätze für fast 600 000 Erwerbstätige, rund zwei Drittel von ihnen pendeln aus der Region. Das entspricht einer Arbeitsplatzdichte von 911 Erwerbstätigen je 1 000 Einwohner/innen. Fast neun von zehn Beschäftigten arbeiten im Dienstleistungssektor, die meisten in den unternehmensnahen Dienstleistungen, im Verkehrs- und Kreditgewerbe.

Technischer Fortschritt, zunehmende Spezialisierung und die Internationalisierung der Wirtschaft haben dazu beigetragen, dass die Anforderungen in den einzelnen Berufsfeldern gestiegen sind und weiter steigen werden. Dieser Trend zur Höherqualifizierung bestätigt sich auch auf dem Frankfurter Arbeitsmarkt. Mittlerweile haben mehr als die Hälfte (52,4 %) der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten als höchsten allgemein bildenden Schulabschluss das Abitur oder einen (Fach-) Hochschulabschluss.

Besonders augenscheinlich wird die Standortstärke von Frankfurt am Main bei der Arbeitsproduktivität. Mit 56 Euro lag das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstun-de deutlich über dem bundesdeutschen Vergleichswert von 41 Euro. Diese sehr hohe Arbeitsproduktivität ist die Voraussetzung dafür, dass das ebenfalls hohe Lohnniveau kein Wettbewerbsnachteil für Frankfurter Unternehmen darstellt, sondern in der Zusammenschau zu niedrigen und im Zeitverlauf gesunkenen Lohn-stückkosten führt.

Der Statistische Bericht gibt aber u.a. auch Aufschluss über Standortkosten, Innovati-onskraft, Schlüsselbranchen, Beschäftigten- und Arbeitslosendichte in der Stadt und in den einzelnen Stadtteilen.

„Mit den Schlüsselbranchen Finanzen, Biotech, Chemie, Pharma, Logistik und Kreativwirtschaft wird der Wirtschaftsstandort Frankfurt am Main für seine Weiterentwicklung in den nächsten Jahrzehnten stabilisiert,“ bilanziert Stadtrat Markus Frank.
„Frankfurt ist aufgrund seiner guten infrastrukturellen Angebote vom Flughafen über Messe bis Internetknotenpunkt und seiner starken Konzentration der Finanzinstitutio-nen mit den finanzaffinen Unternehmen am Standort, seiner Internationalität und dem positiven Klima für Existenzgründungen außergewöhnlich gut aufgestellt.“

Der Statistische Bericht steht zum Download zur Verfügung:


Drucken