(FRA/AH, 15.01.2010) – Die Verkehrszahlen am Frankfurter Flugha­fen haben auch im Dezember den Erholungskurs der letzten Monate fortgesetzt, mittlerweile verzeichnen fast alle Sparten Zuwächse. So bedeuten gut 3,8 Millionen Passagiere im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 2,3 Prozent. Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsit­zender der Fraport AG, zeigte sich er­freut: “Dies ist trotz schwieriger Witterungsbedingungen und zahlrei­cher Flugausfälle vor Weihnachten der erste Anstieg des Passagieraufkommens an unserem Hei­matstandort seit Mai 2008. Damit haben wir die Talsohle im Luftver­kehrsbusiness endgültig hinter uns gelassen.”

Wachstumstreiber für das Passagegeschäft war einmal mehr der Interkontinentalverkehr, der mit einem Plus von 6,3 Prozent eine seit Jahren nicht mehr gekannte Dynamik entwickelte.

Auch beim Luftfrachtumschlag geht der Trend weiter nach oben. Nahezu alle Verkehrsgebiete konnten im vergangenen Monat mit einem zweistelligen Wachstum abschneiden. “Knapp 174.000 Tonnen Fracht stehen im Vergleich zum Dezember 2008 für ei­nen signifikanten Zuwachs von 29,1 Prozent und über­treffen das Novem­berplus von sieben Prozent um mehr als das Vierfa­che”, so Schulte weiter. Am 13. Dezember habe der Airport mit 8.429 Tonnen das zweithöchste jemals er­zielte Tagesaufkommen verzeichnen können. Noch mehr Fracht – nämlich 8.477 Tonnen – sei am Flugha­fen Frankfurt nur am 17. September 2006 verladen worden.

Die Dezemberzahlen trugen auch zur weiteren Stabili­sierung der Jahresentwicklung bei. Von Januar bis De­zember nutzten mehr als 50 Millionen Passagiere den Frankfurter Flughafen. “Mit einem Jahresminus von noch 4,7 Prozent schneidet die Passage besser ab, als ursprünglich zu erwarten war”, erklärte Schulte. Noch im Oktober hatte das Prognoseminus bei fünf bis sechs Prozent gelegen.

Dennoch brachte das Jahr 2009 Fraport insgesamt rückläufige Verkehrszahlen. So sank das Luftfrachtauf­kommen um 10,1 Prozent auf 1,8 Millionen Tonnen.

Die Luftpostmenge reduzierte sich um ein kal­kuliertes Minus von 11,3 Prozent auf gut 80.000 Ton­nen. Die Flugbewegungen gingen um 4,7 Prozent zu­rück auf etwa 463.000 und die Höchststartgewichte ver­ringerten sich um 4,2 Prozent auf 27,2 Millionen Ton­nen. “Der im Dezember erneut bestätigte eindeutige Aufwärtstrend von Passage und Fracht lässt uns aller­dings optimis­tisch ins Jahr 2010 starten”, erklärte der Fraport-Chef.

Zuwächse gab es im Dezember am Standort Frankfurt ne­ben Passagier- und Frachtaufkommen auch bei der Luftpost (plus 0,7 Prozent auf über 9.400 Tonnen) so­wie bei der Summe der Höchststartgewichte (plus 1,4 Prozent auf rund 2,2 Millionen Tonnen). Rückläufig entwickelte sich aufgrund der Wetterverhältnisse ledig­lich die Zahl der Flugbewegungen (minus 0,9 Prozent auf knapp 36.000).

Konzernweit begrüßte Fraport an den fünf als Mehr­heitsbeteiligung ausgewiesenen Flughäfen im Dezem­ber etwa 5,1 Millionen Fluggäste (plus 4,3 Prozent). Das Cargo-Aufkommen belief sich in Frank­furt, Antalya, Lima, Burgas und Varna auf annähernd 205.000 Ton­nen (plus 24,4 Prozent).

Die Zahl der Flugbewegungen nahm an diesen Stan­dorten um drei Prozent zu und stieg auf gut 50.000.

Das Gesamtjahr schließt der Konzern mit einem ange­sichts der allgemeinen Wirtschaftslage leichten Passa­gierminus von 2,6 Prozent (rund 73,7 Millionen Flug­gäste) sowie mit einem Rückgang des Cargo-Um­schlags auf 2,1 Millionen Tonnen (minus 9,7 Prozent) ab.


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