(pia) Im März letzten Jahres sind Abkommen zwischen dem Land Hessen und den Städten Tianjin und Frankfurt sowie zwischen der Deutschen Börse und der Tianjin Property Rights Exchange unterzeichnet worden. Um die Abkommen umzusetzen, hat eine hochrangige chinesische Delegation unter Leitung des Vizebürgermeisters der Zehn-Millionen-Stadt Tianjin jetzt Frankfurt besucht.

Beide Abkommen stehen im Zusammenhang mit einer Regierungsvereinbarung zwischen der Volksrepublik China und der Bundesrepublik Deutschland zur Reform und Entwicklung des chinesischen Kapitalmarktes. Umsetzungsagentur auf deutscher Seite ist die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit GTZ in Eschborn, die eng mit der Frankfurter Wirtschaftsförderung zusammenarbeitet.

“Die Einbeziehung Frankfurts in dieses Projekt unterstreicht die Stellung unserer Stadt als deutsches Finanzzentrum, aber auch die inzwischen erreichte Qualität der Beziehungen zwischen China und Frankfurt”, erläutert Stadtrat Boris Rhein. “Ganz besonders freue ich mich darüber, dass dies ganz konkret zu einer Niederlassung der Tianjin Property Rights Exchange in Frankfurt führen soll”, so der Wirtschaftsdezernent.

Die Niederlassung wird Börsengänge chinesischer Unternehmen in Frankfurt unterstützen. Sie soll aber auch in anderen Feldern die wirtschaftliche Kooperation zwischen Tianjin und Frankfurt fördern und dabei mit der Wirtschaftsförderung Frankfurt zusammenarbeiten. Für den Vizebürgermeister der Stadt Tianjin, Cui, ist Frankfurt der richtige Partner, schon allein wegen der langjährigen Beziehungen zwischen China und Frankfurt und den Erfahrungen, die beide Städte im Umgang miteinander haben. Wichtig ist aber auch, dass Frankfurt ein bedeutendes deutsches und europäisches Finanzzentrum sei, von dem man viel lernen könne, betonte Vizebürgermeister Cui.


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